Nee. Scheitern, richtig Scheitern ist schlimm, richtig schlimm.
Denn, wenn wir das Thema in sogenannten Fuck-Up-Nights „feiern“, geht es darum, mehr Raum, mehr Licht auf das Thema zu geben. Die Erkenntnist ist, Scheitern ist möglich. Mißerfolg passiert – mit Anlauf und auch ohne. Natürlich nicht überall und nicht immer. Und doch: Im Raum der Möglichkeiten ist auch Scheitern mit drin. Das tut weh. Und  es ist immer noch ein Tabu und wird geahndet. Mißerfolg ist aber nicht das Gegenteil von Erfolg – sondern  beide gehören zu selben Familie.

Was ich beruflich oft erfahre: Scheitern-Geschichten kleben manchmal lebenslang an Menschen. Diese bestimmen hemmend alle zukünftigen Wege. Darüber hinaus werden  sie oft an die folgenden Generationen weitergegeben. Macht das Sinn? Ist das nützlich?

Ist die Annahme, dass mti Abstand betrachte, viellciht auch aus einer miesen Erfahrung etwas Nützlich zu ziehen ist, ist diese Annahme denn verkehrt? Führt sie nicht auch dazu sich selber besser zu erkennen und Stärken zu finden?

Mitunter wird mir mit dem Stempel „gescheitert“ auch zu schnell und zu massiv umgegangen.

Denn nicht jeder „Nicht-Erfolg“ ist ein Scheitern – Sondern manchmal nur das Beenden von externen Zuschreibungen und Erwartungen. Mitunter ist es auch nicht mehr, als einfach nur nicht der/die Erste gewesen zu sein.

Daher finde ich das Auseinander- und Zusammensetzen rund um die Begrifflichkeit und das Thema sehr wichtig. Sie  ist ein guter Informationsgeber darüber, was mir wirklich wichtig ist. Auch darüber, wie sich für mich Werte definieren, vielleicht  auch meine Würde. Es hilft zu klären, was kann ich tragen und ertragen, wie stabil bin ich, woraus besteht meine Zugehörigkeit und wer bestimmt hier was in meinem Leben……

In diesem Sinne: Wir machen weiter. Scheitern kannst du immer noch.

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